{"id":822,"date":"2009-02-18T19:50:58","date_gmt":"2009-02-18T17:50:58","guid":{"rendered":"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=822"},"modified":"2009-04-01T15:31:53","modified_gmt":"2009-04-01T13:31:53","slug":"ciudad-del-esteparaguay-rio-de-janeirobrasilien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tour-en-blog.de\/?p=822","title":{"rendered":"Ciudad del Este\/Paraguay &#8211; Rio de Janeiro\/Brasilien"},"content":{"rendered":"<p>Nur einen kleinen Eindruck verschaffen wir uns von Paraguay. Nach kurzer Fahrt durch ein im Vergleich zu den Nachbarn sichtbar \u00e4rmeres Land, sind wir in der Grenzstadt Ciudad del Este, ein Warenumschlagplatz &#8211; Elektronik- und Fotoartikel, Schmuggelware, gef\u00e4lschte Markenartikel. Die Nachbarn aus Brasilien und Argentinien kommen flei\u00dfig zum Einkaufen. Dementsprechend sieht es aus. Es gibt unz\u00e4hlige Elektronikkaufh\u00e4user, in denen ein Laden am anderen ist, alle in etwa mit dem gleichen mageren Angebot. Die G\u00e4nge sind voll Verpackungsm\u00fcll. Auf den Gehwegen dr\u00e4ngen sich die Verkaufsst\u00e4nde. Wenig Platz auf den Stra\u00dfen f\u00fcr den Verkehr.<!--more--><br \/>\nAls wir gegen 19.30Uhr unser Hotel verlassen, um etwas zu essen, wirkt die Stadt wie ausgestorben. Zur\u00fcck bleibt eine M\u00fcllhalde. In Argentinien beginnt um diese Zeit allm\u00e4hlich das Leben, w\u00e4re es in den meisten Restaurants zu fr\u00fch, etwas zu essen. Hier ist es zu sp\u00e4t.<br \/>\nEinen Tag nach unserer Einreise verlassen wir Paraguay und sind wohl die einzigen Ausl\u00e4nder, die nichts eingekauft haben.<br \/>\nObwohl wir nur eine Drecksstadt kennengelernt haben, sind wir zuversichtlich, dass wir keinen repr\u00e4sentativen Eindruck des Landes bekommen haben.<\/p>\n<p>\u00dcber eine Br\u00fccke \u00fcberqueren wir den Parana von Ciudad del Este\/Paraguay nach Foz do Iguacu\/Brasilien.<br \/>\nNach 10,5 Monaten in spanischsprachigen L\u00e4ndern sind wir mit Portugiesisch konfrontiert. Eigenartig und stets anders klingt dies Sprache f\u00fcr uns &#8211; mal irgendwie slavisch, mal ostasiatisch, mal skandinavisch, mal wie holl\u00e4ndisches oder schweizer Spanisch. Dennoch gelingt die wesentliche Kommunikation, indem wir Spanisch sprechen, unser Gegen\u00fcber Portugiesisch.<br \/>\nIn jedem neuen Land freuen wir uns auch auf kulinarische Neuheiten. Die argentinische K\u00fcche bestand doch in erster Linie aus Fleisch. Die brasilianische K\u00fcche, zumindest hier im S\u00fcden des riesigen Landes, ist wenig exotisch, aber es gibt zus\u00e4tzlich viele ausl\u00e4ndische Restaurants, und es gibt Buffets. Eine reiche Auswahl an Speisen wird nach Gewicht abgerechnet oder man zahlt pauschal pro Person. Ein all-you-can-eat g\u00fcnstigsten Falls f\u00fcr unter 1,40\u20ac. Das h\u00e4tte uns zu unseren hochaktiven Zeiten auf dem Fahrrad mal unterkommen sollen.<\/p>\n<p>Erneut, diesmal von der anderen Seite, besuchen wir die Iguacu-Wasserf\u00e4lle auf der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien. Auch bei der zweiten Besichtigung mit neuen Ein- und Ausblicken beeindrucken &#8222;Die sch\u00f6nsten Wasserf\u00e4lle der Welt&#8220;. Entlang einer 2,7km langen Kante st\u00fcrzt sich der Iguacu in die Tiefe und bildet etwa 270 einzelne Wasserf\u00e4lle mit einer H\u00f6he bis zu \u00fcber 80m.<br \/>\nIn Sachen Fauna sind wir beeindruckt von einer Ameisenart (vermutlich Dinoponera (australis)). Von Kopf bis Hinterteil ist sie sch\u00e4tzungsweise bis zu 3cm lang. Was f\u00fcr ein riesen Teil von Ameise.<br \/>\nUnd wir sehen Capybaras, das gr\u00f6\u00dfte Nagetier der Welt &#8211; Meerschweine in der Gr\u00f6\u00dfe eines Hausschweins.<\/p>\n<p>In Foz endet das Radfahren in S\u00fcdamerika. Denises freies Jahr geht zu Ende. Da man die letzten 10,5 Monate nicht unbedingt als erholsamen Urlaub bezeichnen kann, wollen wir davon noch etwas einlegen, wozu es uns vor allem an die sonnigen Str\u00e4nde des Landes zieht.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus besuchen wir u.a. die Stadt Blumenau. Erstmals waren wir damit in Ber\u00fchrung gekommen, als wir in Chile einen Motorradfahrer getroffen haben, dessen Kennzeichen die Aufschrift &#8222;SC &#8211; Blumenau&#8220; trug. Fan eines deutschen Kreisliga-Fu\u00dfballvereins? Blumenau wurde von deutschen Einwanderern im Bundesstaat Santa Catarina (SC) gegr\u00fcndet. Etliche hier sprechen Deutsch, es gibt viele deutsche Namen, man baut Fachwerkh\u00e4user nach, und das Oktoberfest ist das zweitgr\u00f6\u00dfte Volksfest in Brasilien nach dem Karneval in Rio.<br \/>\nNachdem wir ohne die Fahrr\u00e4der etwas durch Brasilien gereist sind, fahren wir mit dem Bus, die R\u00e4der im Gep\u00e4ck, nach Rio de Janeiro.<\/p>\n<p>Rio de Janeiro, die Stadt mit dem Zuckerhut, dem Corcovado mit der riesigen Christusstatue, die Stadtteile Copacabana und Ipanema und deren bekannte Str\u00e4nde, eine kontrastreiche Mischung aus Architektur von der Kolonialzeit bis zur Moderne. Viel zu sehen gibt es in dieser lebendigen 6-Millionen-Metropole.<br \/>\nHerausragend ist der Ausflug auf den Berg Corcovado. Von 700m \u00fcber der Stadt bietet sich ein spektakul\u00e4rer Anblick. Entlang einer verschlungenen K\u00fcstenlinie stehen die Hochh\u00e4user gleich hinter dem Sandstrand. Vorgelagert sind kleine Inseln und Halbinseln, dazwischen befinden sich Berge, allen voran der aus dieser Perspektive markante, steile Zuckerhut-Granitfelsen. Eine sensationell gelegene Stadt, die dahingehend sicher ihresgleichen sucht.<br \/>\nUnd in Rio gibt es den ber\u00fchmten Karneval, der unmittelbar bevorsteht, eines der gr\u00f6\u00dften Feste der Welt. Als negative Begleiterscheinung verknappen sich die Unterk\u00fcnfte, und die Preise steigen teilweise bis auf das 11-fache. Unbedacht haben wir unsere Abreise auf 2 Tage vor den Beginn des Karnevals gelegt, kommen aber in den Genuss der Generalprobe einer Sambaschule im Sambadrom, dem Veranstaltungsort. Die mehr als 88000 Zuschauer fassenden Trib\u00fcnen sind gut gef\u00fcllt. Heute ist der Eintritt kostenlos, in einer Woche werden sich viele der Einheimischen die Eintrittspreise zwischen 70,-\u20ac und 300,-\u20ac wohl nicht leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach 6 Tagen in Rio endet unser Aufenthalt dort und unsere gemeinsame Radreise. Vor 11 Monaten und 14500km waren Denise und ich in Costa Rica losgefahren. Urspr\u00fcnglich sollte die S\u00fcdamerikaetappe bis Buenos Aires gehen. Dank guter Fahrt konnten wir noch etwas von Uruguay und dem s\u00fcdlichen Brasilien kennenlernen. Eine sch\u00f6ne Zugabe. 11 Monate liegen hinter uns, in denen wir viel gesehen, erlebt und einige Herausforderungen zusammen gemeistert haben. Danke Denise.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Denise nach Berlin fliegt, fliege ich nach Lissabon, um von dort Richtung Marokko zu radeln.<\/p>\n<p>Tom<\/p>\n<p class=\"Anhang\">\nFotos zu diesem Artikel: <a href=\"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=823\" title=\"Ciudad del Este\/Paraguay - Rio de Janeiro\/Brasilien : Fotos\">Ciudad del Este\/Paraguay &#8211; Rio de Janeiro\/Brasilien : Fotos<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur einen kleinen Eindruck verschaffen wir uns von Paraguay. Nach kurzer Fahrt durch ein im Vergleich zu den Nachbarn sichtbar \u00e4rmeres Land, sind wir in der Grenzstadt Ciudad del Este, ein Warenumschlagplatz &#8211; Elektronik- und Fotoartikel, Schmuggelware, gef\u00e4lschte Markenartikel. Die Nachbarn aus Brasilien und Argentinien kommen flei\u00dfig zum Einkaufen. Dementsprechend sieht es aus. 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