{"id":762,"date":"2008-06-08T00:03:19","date_gmt":"2008-06-07T22:03:19","guid":{"rendered":"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=762"},"modified":"2008-12-06T05:31:43","modified_gmt":"2008-12-06T03:31:43","slug":"bogotakolumbien-ipialeskolumbien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tour-en-blog.de\/?p=762","title":{"rendered":"Bogota\/Kolumbien &#8211; Ipiales\/Kolumbien"},"content":{"rendered":"<p>Ganze 2 Wochen verbringen wir in Bogota. F\u00fcr mich mehr als die physische Belastung, ist f\u00fcr mich auf so einer langen Reise die st\u00e4ndige Rastlosigkeit ein Stressfaktor. Jeden Tag alles zusammenpacken und auf&#8217;s Rad. Zwar erledigen wir einiges, verbringen aber auch viel Zeit in Elisas und Maiks Wohnung &#8211; Entspannung.<!--more--><br \/>\nWichtigste Erledigung ist die Verl\u00e4ngerung unserer Aufenthaltsgenehmigung. Jedes Mal \u00e4rgerlich, sich seine Reisepl\u00e4ne von solchen Formalit\u00e4ten diktieren zu lassen, erst recht, wenn scheinbar Willk\u00fcr herrscht, denn eigentlich h\u00e4tten wir gleich ausreichende 90 Tage Aufenthalt bekommen k\u00f6nnen. Aber die Verl\u00e4ngerung ist eben auch eine Geldeinnahmequelle. Bedacht werden dabei auch die unmittelbar vor der Beh\u00f6rde auf dem Gehweg niedergelassenen Gewerbe um Passfotos und Kopien, denn nat\u00fcrlich braucht es Formulare, auch wenn die Beh\u00f6rde anschlie\u00dfend selbst digitale Fotos erstellt und von jedem Finger der rechten Hand je 2 digitale Fingerabdr\u00fccke nimmt. Wenn die mal nicht im Sinne guter Zusammenarbeit bei den US-Beh\u00f6rden landen.<br \/>\nEin Ausflug n\u00f6rdlich aus der Stadt bringt uns ins sch\u00f6ne Klettergebiet Suesca. Nicht nur, dass sich das Radfahren in Kolumbien gro\u00dfer Beliebtheit erfreut, auch das Sportklettern hat hier Anh\u00e4nger gefunden. Endlich mal wieder etwas am Felsen h\u00e4ngen. Infolge mangelnder Oberk\u00f6rperert\u00fcchtigung ist es mit der Kletterform nicht ums Beste bestellt, reicht aber, um mir nicht v\u00f6llig schlechte Laune zu bereiten. Und, Klettern ist einfach besser als Segeln ;).<br \/>\nAn einem Sonntag, Ciclovia, Radfahrtag, verlassen wir Bogota begleitet von Elisa und Maik auf dem Rad und Elisas Papa und Bruder mit Freundin mit dem Auto.<br \/>\nVom 2600m hoch gelegenen Bogota geht es wieder ganz hinab und durch das hei\u00dfe Tal des Flusses Magdalena, anschlie\u00dfend \u00fcber die westliche Bergkette, dann wieder hoch, runter, hoch, &#8230; &#8211; viele Tage geht es durchschnittlich 1400 H\u00f6henmeter hoch bis auf \u00fcber 3000m und wieder hinab. Anstrengend, aber dadurch gibt es einen st\u00e4ndigen Wandel der Landschaft abh\u00e4ngig von der H\u00f6he. Kolumbien gilt als Land mit sehr hoher Biodiversit\u00e4t.<br \/>\nWir erreichen San Augustin. Ein deutsches Reiseradlerpaar, Paola und Igel (<a href=\"http:\/\/www.grenzenlos.ath.cx\" title=\"Reiseradler Igel und Paola Zimmermann\" target=\"_new\">www.grenzenlos.ath.cx<\/a>), hat dort eine sehr gem\u00fctliche Finca, die Casa de Ciclistas, in der andere Radreisende herzlich willkommen sind, auch wenn die beiden gar nicht da sind, sondern seit nunmehr 7 Jahren auf Tour. Hier treffen wir 3 andere Radfahrer &#8211; Andrew aus USA unterwegs mit Mountainbike und H\u00e4nger (<a href=\"http:\/\/teacherontwowheels.com\" title=\"Andrew Edward Morgan - Englischlehrer und Radfahrer\" target=\"_new\">http:\/\/teacherontwowheels.com<\/a>) und Stefan und Pius aus der Schweiz, Liegeradler (<a href=\"http:\/\/www.panamerica.ch\" title=\"Liegerad-Panamerikanaradler Stefan und Pius\" target=\"_new\">www.panamerica.ch<\/a>). Ich freue mich. Seit Tourstart 2006 sind es die ersten Langstreckenliegeradler, die ich treffe. Liegeradfahrer bleiben eine Seltenheit. Schon seit einiger Zeit gab es Ger\u00fcchte \u00fcber weitere Liegeradler ein paar Wochen voraus. Das ist etwas wie stille Post, man hat immer ein paar Infos, wer noch so auf gro\u00dfer Tour \u00a8in der Gegend\u00a8 ist. Nach gespr\u00e4chigem Abend mit schweizer R\u00f6stli besteigen die 3 f\u00fcr den n\u00e4chsten Streckenabschnitt einen Bus, w\u00e4hrend wir einen Tag in San Augustin verbringen. Wir hoffen, uns in Quito\/Ecuador wieder zu treffen.<br \/>\nIn der Umgebung von San Augustin gibt es n\u00e4mlich arch\u00e4ologische Sehensw\u00fcrdigkeiten &#8211; lustige Steinskulpturen untergegangener Kulturen.<br \/>\nDas n\u00e4chste Teilst\u00fcck hat es in sich. Es geht rauf auf fast 3200m und die Strecke ist gr\u00f6\u00dftenteils nicht asphaltiert. Unangenehm wird es sp\u00e4testens, als es viel regnet. Die Steine werden rutschig, die Piste schlammig. Wasser st\u00fcrzt in Wasserf\u00e4llen auf die Strecke. Etliche kleinere Erdrutsche. Einer blockiert die Stra\u00dfe komplett. W\u00e4hrend der sp\u00e4rliche Autoverkehr zum Erliegen kommt, nehme ich die Fahrr\u00e4der unter den Arm, meines incl. Gep\u00e4ck ca. 50kg schwer, und klettere \u00fcber den Erdrutsch. Dabei versinke ich bis zu den Knien im Schlamm und komme nur m\u00fchsam voran. Dann ist es geschafft. Nach etwas \u00fcber 2 Tagen liegt die Piste hinter uns. Wir erreichen die sehenswerte Stadt Popayan.<br \/>\nStrecken, wie diese Piste und unendliche Aufstiege strapazieren Denises Motivation gelegentlich. Die wundersch\u00f6ne Landschaft hilft begrenzt. Tapfer f\u00e4hrt sie alles, aber es gibt Dinge, die ihr mehr Spa\u00df machen. Mir helfen da sicher vergangene Radreiseerfahrungen. Anders als Denise denke ich: oh doch, es geht schlimmer und sooo schlimm ist das doch alles nicht.<br \/>\nNach 2 Monaten in Kolumbien erreichen wir die Grenze nach Ecuador. Zum Abschied erklingt nicht die kolumbianische Nationalhymne wie allabendlich im Radio und als &#8222;Rausschmei\u00dfer&#8220; im Supermarkt.<\/p>\n<p>Vielen Dank an Elisa, Maik und Elisas Papa f\u00fcr die Unterst\u00fctzung auf unserem gesamten Kolumbien-Abschnitt mit Infos, Unterk\u00fcnften, vor allem Gesellschaft u.v.m.<\/p>\n<p>Tom<\/p>\n<p class=\"Anhang\">\nFotos zu diesem Artikel: <a href=\"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=761\" title=\"Bogota\/Kolumbien - Ipiales\/Kolumbien : Fotos\">Bogota\/Kolumbien &#8211; Ipiales\/Kolumbien : Fotos<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ganze 2 Wochen verbringen wir in Bogota. F\u00fcr mich mehr als die physische Belastung, ist f\u00fcr mich auf so einer langen Reise die st\u00e4ndige Rastlosigkeit ein Stressfaktor. Jeden Tag alles zusammenpacken und auf&#8217;s Rad. 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