{"id":755,"date":"2008-04-08T20:37:17","date_gmt":"2008-04-08T18:37:17","guid":{"rendered":"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=755"},"modified":"2008-12-06T05:37:25","modified_gmt":"2008-12-06T03:37:25","slug":"portobelopanama-cartagenakolumbien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tour-en-blog.de\/?p=755","title":{"rendered":"Portobelo\/Panama &#8211; Cartagena\/Kolumbien"},"content":{"rendered":"<p>Der Panamericana, mit \u00fcber 25000km von Alaska nach Feuerland die &#8218;L\u00e4ngste Stra\u00dfe der Welt&#8216;, fehlt ein St\u00fcck. Zwischen Panama und Kolumbien gibt es &#8222;nur&#8220; noch Dschungel und S\u00fcmpfe. F\u00e4hrverbindungen au\u00dfen herum gibt es keine. Bleibt ein Flug oder die Fahrt auf privaten Booten. Zwischen Portobelo in Panama und Cartagena in Kolumbien gelingt dies recht leicht. Diverse Skipper verdienen sich dort Geld, indem sie mit ihren Segelyachten Touristen hin- oder herfahren.<!--more--><br \/>\nWir segeln im Konvoi aus 2 einmastigen Einrumpfbooten. Unser Boot, die &#8218;Travieso&#8216;, ist etwa 10m lang und nimmt 2 Crewmitglieder und 4 Passagiere auf. Das 2. Boot, die &#8218;Caiman&#8216;, ist kleiner.<br \/>\nNach einigem Warten, angeblich auf besseren Wind, geht es endlich los. Lange hatte ich mich auf dieses Abenteuer gefreut. Backbord und Steuerbord sind unsere Lieger\u00e4der auf dem Deck angeschnallt. Wir starten am Nachmittag und segeln zum Einstand die ganze 1. Nacht. So kann jeder schon mal seine Einstellung zum Seekrank werden \u00fcberpr\u00fcfen. Denise bleibt unbeeindruckt, bei den meisten anderen ist es das Gegenteil. Ich muss mich, gerade so, wenigstens nicht \u00fcbergeben.<br \/>\nTeil unserer Reise ist der Besuch des San Blas Archipels, einer Inselgruppe aus um die 360 Inseln vor Panama. Dieses Gebiet ist semiautonom unter Verwaltung der Kuna(-Indianer), die es selber Kuna Yala nennen. Der Inbegriff von Trauminsel &#8211; klares, blaues Wasser, wei\u00dfe, einsame Sandstr\u00e4nde, Kokospalmen, Korallenriffe. Erster Anlaufpunkt ist die Hauptinsel mit dem Ort El Porvenir. Das Boot ankert vor dem Flughafen. Die Landebahn ist von Strand ges\u00e4umt, dahinter sieht man schon wieder Wasser. Die meisten Inseln sind so klein, dass sie in kurzer Zeit umlaufen werden k\u00f6nnen. Manche Inseln werden von einer einsamen Palme besiedelt. Wenngleich nicht die farbigsten Korallenb\u00e4nke, aber neu und somit ein Erlebnis f\u00fcr mich ist das Schnorcheln im Riff mit vielen bunten Fischen. Einige von denen landen, nachdem sie harpuniert wurden, umgehend auf dem Mittagsteller &#8211; frischer geht&#8217;s nicht. Au\u00dferdem gibt es Krabben und Muscheln, die roh gegessen werden. Unangenehmer Weise habe ich getestet, wie schmerzhaft sich die Nesself\u00e4den einer Qualle auf der Haut anf\u00fchlen. Ziemlich schmerzhaft.<br \/>\nDie gro\u00dfe \u00dcberfahrt &#8211; 43 Stunden, 2 N\u00e4chte, in der 2. Nacht Wind, bei dem sich unser Skipper anseilt und die Touristen unter Deck bittet. So interessant ich das Segeln in verschiedener Hinsicht finde, f\u00fcr den Aufenthalt auf schwankenden Booten bin ich nicht geeignet. Nachdem ich meinen Magen ausger\u00e4umt habe, komme ich unter Deck liegend \u00fcber die Runden. Der Verbrauch an Nahrungsmitteln aller Passagiere sinkt f\u00fcr 48 Stunden auf Null. Diesmal geht es auch Denise sehr schlecht. Einziger Lichtblick sind ein paar Delfine. Als wir uns wieder bewegen und aus dem Schiff schauen, sind wir nicht mehr in alle Richtungen bis zum Horizont von Wasser umgeben, sondern von den Hochh\u00e4usern Cartagenas. Bis die Einreiseformalit\u00e4ten erledigt sind und wir endlich das Boot verlassen und Festland betreten k\u00f6nnen, zieht es sich noch einen halben Tag. Zeit, sich um unsere R\u00e4der zu k\u00fcmmern. Trotz entsprechender Pr\u00e4paration ist das salzige Meer extrem aggressiv, l\u00e4sst Teile binnen dieser 5 Tage stark korrodieren.<br \/>\nEndlich wieder festen Boden unter den F\u00fc\u00dfen, der sich f\u00fcr einige gar nicht so fest anf\u00fchlt sondern ebenfalls schwankend.<br \/>\nTrotz aller physischen Widrigkeiten ein tolles Erlebnis. Die Crew auf unserem Boot war sehr nett und lustig, Angel, der Skipper, ein weitgesegelter Atlantik\u00fcberquerer und guter Koch. Einzig Mike, den Skipper des anderen Bootes und seine Frau Lilly sollte man unserer Meinung nach meiden. Mike ist ein unorganisierter Quatscher, bei dem man nur hingehalten wird und stets den Eindruck hat, er will einen abzocken. Lilly hat ausnahmslos alle, au\u00dfer ihren Mann vermutlich, so genervt und einen Umgang mit anderen Leuten an den Tag gelegt, dass sie Gefahr gelaufen ist, Nachts \u00fcber Bord geworfen zu werden.<br \/>\nNun verbringen wir etwas Zeit im sch\u00f6nen Cartagena, machen dann erstmal Urlaub auf einer Karibikinsel und treffen Elisa und Maik.<\/p>\n<p>Tom<\/p>\n<p class=\"Anhang\">\nFotos zu diesem Artikel: <a href=\"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=754\" title=\"Portobelo\/Panama - Cartagena\/Kolumbien : Fotos\">Portobelo\/Panama &#8211; Cartagena\/Kolumbien : Fotos<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Panamericana, mit \u00fcber 25000km von Alaska nach Feuerland die &#8218;L\u00e4ngste Stra\u00dfe der Welt&#8216;, fehlt ein St\u00fcck. Zwischen Panama und Kolumbien gibt es &#8222;nur&#8220; noch Dschungel und S\u00fcmpfe. F\u00e4hrverbindungen au\u00dfen herum gibt es keine. Bleibt ein Flug oder die Fahrt auf privaten Booten. 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