{"id":403,"date":"2007-04-27T12:38:13","date_gmt":"2007-04-27T10:38:13","guid":{"rendered":"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=403"},"modified":"2009-12-08T23:55:58","modified_gmt":"2009-12-08T21:55:58","slug":"nairobikenia-dar-es-salamtansania","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tour-en-blog.de\/?p=403","title":{"rendered":"Nairobi\/Kenia &#8211; Dar es Salaam\/Tansania"},"content":{"rendered":"<p>Von Nairobi\/Kenia ist es nur ein kleines St\u00fcck bis nach Tansania, dann keine 800km mehr bis Dar es Salaam auf asphaltierter Stra\u00dfe (wenn man m\u00f6chte) &#8211; Hakuna Matata, kein Problem. Die letzten gemeinsamen Kilometer mit Maik. Zeit, Erlebnisse und Eindr\u00fccke der letzten 6 Radreisemonate Revue passieren zu lassen.<!--more--><\/p>\n<p>Obwohl die Stecke \u00fcberschaubar ist, vergeht die Zeit subjektiv viel langsamer, als in den letzten Wochen. Zu gro\u00df ist die Vorfreude auf ein Wiedersehen in Indien.<br \/>\nWir Fahren vorbei am Kilimandscharo, dem h\u00f6chsten Berg des Kontinents, der sich jedoch fast die ganze Zeit in Wolken versteckt.<br \/>\nIn dieser Gegend kommen wir in einer aus vielen Bungalows bestehenden Hotelanlage unter, die derzeit nicht in Betrieb ist, aber von einigem Personal gepflegt wird. So sind wir die einzigen G\u00e4ste, und als Steigerung unserer Unterkunft in Nairobi, nennen wir nun einen ganzen Hotelkomplex mit 5-k\u00f6pfiger Massai-Krieger-Wachmannschaft &#8222;unser Eigen&#8220;.<br \/>\nDa wir gut gefahren sind und gut in der Zeit liegen, was unsere Flugtermine anbelangt, biegen wir ab Richtung K\u00fcste des Indischen Ozeans zum kleinen Ort Bagamoyo, um dort unter Palmen noch etwas Zeit zu verbringen, statt in Dar es Salaam zu warten. Dazu fahren wir doch noch einmal 65km \u00fcber Piste, unsere Ehrenpiste sozusagen, die aber fest und glatt ist und uns daher keine M\u00fche bereitet.<br \/>\nSeit wir aus den Bergen in niedrigere H\u00f6hen gefahren sind, ist es schw\u00fclwarm. Selbst wenn man sich nach Sonnenuntergang \u00fcberhaupt nicht bewegt, flie\u00dft der Schwei\u00df in Str\u00f6men.<br \/>\nVon Bagamoyo noch etwa 70km bis zum Ziel &#8211; die Paris-Etappe der Tour.<\/p>\n<p>Dann doch noch ein herber Schlag. Erst hier h\u00f6re ich zum ersten Mail, das es ein Visum f\u00fcr Indien nicht bei Ankunft am Flughafen gibt, und auf der Indischen Botschaft hei\u00dft es, das die Ausstellung eines Visums 4 Werktage ben\u00f6tigt. Der Flug geht morgen. Gro\u00dfer Mist! Mit einem Wochenende dazwischen, w\u00e4re ich 6 Tage sp\u00e4ter in Indien, wo Denise mit begrenztem Urlaub bereits wartet. Wie ein kleiner Junge auf Weihnachten hatte ich mich gefreut. Diese Stimmung ist dahin. Ich lasse mich bei der h\u00f6chsten Instanz in Visaangelegenheiten im hiesigen Konsulat anmelden. Dieser h\u00f6rt mich sogar an, ist wie alle im Konsulat freundlich und verst\u00e4ndnisvoll. Einzig einen Stempel bekomme ich nicht (alles muss vorher in Deutschland \u00fcberpr\u00fcft werden). Unsinnige Sache, unsinnig langsam im Zeitalter elektronischer Datenverarbeitung und \u00dcbermittlung, \u00e4rgerlich, die Visamodalit\u00e4ten nicht nochmal kontrolliert zu haben.<\/p>\n<p>So verschiebe ich den Flug, warte auf mein Visum und sitze mittlerweile allein hier, nachdem Maik abgeflogen ist. 6 Monate sind wir geradelt, waren fast die ganze Zeit immer zusammen. Nun wird Maik in wenigen Stunden zu Hause sein. Das ist sicher noch eigenartiger, als allein weiter zu fahren. Wenigstens ist er rechtzeitig einigerma\u00dfen genesen, nachdem er in letzter Zeit immer wieder gesundheitliche Probleme hatte.<br \/>\nWir fahren beide zum Flughafen, der zwar international hei\u00dft, aber nicht ausgeschildert ist und \u00fcber einen Parkplatz verf\u00fcgt, der von einem richtigen Supermarktparkplatz \u00fcbertroffen wird.<br \/>\nBereits auf der R\u00fcckfahrt in die Stadt fehlt mir der Maik. Es ist dunkel, die Stra\u00dfe schlecht beleuchtet, was auch meine Stirnlampe nicht kompensiert. \u00dcblicherweise br\u00e4uchte ich nur Maiks R\u00fccklicht anzusteuern. Das ist nicht mehr da. Unvorhergesehen wird aus der 3-spurigen Stra\u00dfe eine 2-spurige und aus einer Stra\u00dfe ohne Bordstein eine mit. Dadurch komme ich zu dem Versuch, einen Bordstein orthogonal zu \u00fcberwinden und dabei die beachtliche H\u00f6he des selben durch hohe Geschwindigkeit auszugleichen. Dieser Versuch schl\u00e4gt fehl und ich hin. Schade, die bereits lange w\u00e4hrende Serie sturzfreien Liegeradreisens ist gebrochen. Das Feine am Liegeradfahren ist, dass man nicht tief f\u00e4llt und meist auf dem Hintern landet. So \u00fcberstehe ich alles ohne einen Kratzer, was man vom Rad nicht ganz behaupten kann. Mittlerweile ist alles repariert, aber der beim Zusammensto\u00df zugezogene platte Reifen beschert mit eine 4km-Nachtwanderung.<\/p>\n<p>Ich hege die Hoffnung, dass bei der indischen Botschaft noch was geht und ich vielleicht doch schon morgen fliegen kann. Auf zur Botschaft!<\/p>\n<p>P.S. Leider nein. Also das Wochenende warten, Montag den Pass holen, Dienstag fliegen. Zu tun gibt es genug. Man kommt ja sonst vor lauter Radfahren zu nichts.<\/p>\n<p>Tom<\/p>\n<p class=\"Anhang\">\nFotos zu diesem Artikel: <a href=\"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=402\" title=\"Nairobi\/Kenia - Dar es Salaam\/Tansania : Fotos\">Nairobi\/Kenia &#8211; Dar es Salaam\/Tansania : Fotos<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Nairobi\/Kenia ist es nur ein kleines St\u00fcck bis nach Tansania, dann keine 800km mehr bis Dar es Salaam auf asphaltierter Stra\u00dfe (wenn man m\u00f6chte) &#8211; Hakuna Matata, kein Problem. Die letzten gemeinsamen Kilometer mit Maik. 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