{"id":376,"date":"2007-04-11T16:05:13","date_gmt":"2007-04-11T14:05:13","guid":{"rendered":"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=376"},"modified":"2009-06-07T11:36:22","modified_gmt":"2009-06-07T09:36:22","slug":"moyaleaethiopien-nairobikenia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tour-en-blog.de\/?p=376","title":{"rendered":"Moyale\/\u00c4thiopien &#8211; Nairobi\/Kenia"},"content":{"rendered":"<p>Von der Grenze bis Isiolo 520km Piste &#8211; Schotter jeder K\u00f6rnung, Steine jeder Gr\u00f6\u00dfe, Sand jeder Farbe, Spurrillen, Waschbrettpiste, sengende Sonne. Gerade auf solchen Strecken gibt es wenig Versorgung und das Mitf\u00fchren von Wasser- und Essenvorr\u00e4ten belastet zus\u00e4tzlich. Wir wussten, was uns erwartet. Trotzdem ist es harte Arbeit.<br \/>\nVermutlich die letzte Herausforderung bis zum Ende der Afrika-Etappe. Physisch anstrengend, ist es auch mental belastend, wenn man sich von vor Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang abrackert und nur 60km schafft, weil man sich teils mit 6km\/h auf einem Untergrund aufarbeitet, der eher einem Bahndamm gleicht. Eine Belastung f\u00fcr Mensch und Maschine gleicherma\u00dfen. Maiks Rad bekommt einiges ab und nachdem wir beide weit \u00fcber 11000km keinen Platten hatten, passiert das hier gleich mehrfach.<!--more--><br \/>\nGemessen an der Gesamtstrecke ist das Meiste jedoch einigerma\u00dfen fahrbar. Erstmals legen wir an 2 Tagen auf einer Piste mehr als 100km am Tag zur\u00fcck. Au\u00dferdem sind wir inklusive Pause in der Stadt Marsabit auf der H\u00e4lfte der Strecke (bei Henry &#8222;The Swiss&#8220;, sehr gute M\u00f6glichkeit sich zu erholen) nur 7,5 Tage auf der Piste unterwegs. Die Entgegenkommer, die wir in \u00c4thiopien trafen, haben sich 11 Tage Zeit genommen.<br \/>\nBerichte von Rebellen, \u00dcberf\u00e4llen und Konvoipflicht auf diesem Pistenabschnitt gibt es zahlreiche. Das hie\u00dfe Rad auf einen LKW verladen auf dem bewaffnetes Milit\u00e4r mitf\u00e4hrt. Wir hatten aber auch in Erfahrung gebracht, dass es keinen Konvoizwang gibt, nicht derzeit. Das Ganze stellt sich f\u00fcr uns eher als Einnahmequelle f\u00fcr die LKW-Fahrer dar. Auch das \u00dcberfallrisiko h\u00e4lt sich unserer Meinung nach in Grenzen &#8211; andere Reisende sind auch allein unterwegs.<br \/>\nAm ersten Tag sehen wir eine Gruppe von ca. 15 M\u00e4nnern, die dem \u00c4u\u00dferen nach Rebellen abgeben, wie sie im Buche stehen. Jeder anders mit Versatzst\u00fccken verschiedener Uniformen militant gekleidet, wilde Frisuren, Maschinengewehre l\u00e4ssig, irgendwie umgeh\u00e4ngt. Einer tr\u00e4gt ein Kofferradio, marschieren sie hintereinander durch den Busch und sind eher lustig und gr\u00fc\u00dfen freundlich. Nachdem wir sie \u00fcberholt haben, passieren sie unseren Nachtlagerplatz Stunden sp\u00e4ter.<br \/>\nSchoen ist, dass wir Ruhe haben und unsere Schlafs\u00e4cke einfach irgendwo ausrollen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Seit den letzten Tagen in \u00c4thiopien und speziell in dieser abgelegenen Gegend gibt es mehr Tiere zu beobachten &#8211; Affen, Hy\u00e4nen, Cham\u00e4leons, seltsamste Insekte, bunte V\u00f6gel, Antilopen, Schildkr\u00f6te, &#8230; und einen Elefant. Der erschreckt uns auch ordentlich. Er steht neben der Stra\u00dfe und w\u00e4hrend ich ein Foto machen m\u00f6chte, radelt Maik langsam vorbei. Daraufhin stellt das R\u00fcsseltier seine Ohren auf, trompetet und rennt mir fast aus dem Bild in Richtung Maik, der fluchtartig vom Rad springt. Sofort stoppt der Elefant aber seinen Angriff, ein Scheinangriff, wie wir erst am n\u00e4chsten Tag lernen sollten.<\/p>\n<p>Auf gleicher Strecke sehen wir Menschen, die mit unz\u00e4hligen Halsketten, Arm- und Fu\u00dfreifen oder auff\u00e4lligem Ohrschmuck, wie z. Bsp. Federn oben auf den Ohren, geschm\u00fcckt und in bunte T\u00fccher geh\u00fcllt sind, wie ich es nur noch als Touristenmaskerade erwartet h\u00e4tte. Einige verschwinden auch eher scheu in den B\u00fcschen, wenn wir uns n\u00e4hern.<br \/>\nGenerell wird auff\u00e4llig wenig gegr\u00fc\u00dft. Das \u00e4ndert sich jedoch, seitdem wir ab Isiolo wieder Asphalt unter den R\u00e4dern haben. Gro\u00dfes &#8222;Hallo&#8220; aller Orten.<br \/>\nBegegnungen gibt es auch mit diversen deutschen Touristen, Afrika umrundenden Offroad-PKW-Fahrern, einem schweizer Radfahrer, den S\u00fcdamerika und Afrika durchquerenden Motorradfahrern Katrin und Ralf, die uns mit Datteln und Wasser aufbauen, w\u00e4hrend es aus einem essener PKW eisgek\u00fchltes Getr\u00e4nk gibt.<\/p>\n<p>Derzeit sind wir in Nairobi, der kenianischen Hauptstadt, in der &#8222;Jungle Junction&#8220;, einem der Treffpunkte f\u00fcr Afrikadurchquerer, zumindest der motorisierten. Ein sch\u00f6nes Anwesen, das wir mangels anderer G\u00e4ste allein bewohnen mit &#8222;unseren&#8220; Haush\u00e4ltern, G\u00e4rtner, Portier, Sicherheitspersonal. So kann man&#8217;s aushalten. Dennoch werden wir wohl morgen, am 12.4., weiter, denn die Fl\u00fcge ab Dar Es Salem\/Tansania sind gebucht f\u00fcr den 25. und 26.4.. Die ca. 1000km bis dorthin sollten wir in der Zeit gut schaffen.<\/p>\n<p>2 Flugdaten? F\u00fcr diejenigen, die Maiks englische Beitr\u00e4ge nicht lesen, f\u00fcr Maik ist die Reise in Dar Es Salam beendet. Ich werde allein ab Indien weiterfahren.<\/p>\n<p>Tom<\/p>\n<p class=\"Anhang\">\nFotos zu diesem Artikel: <a href=\"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=372\" title=\"Addis Abeba\/\u00c4thiopien - Nairobi\/Kenia : Fotos\">Addis Abeba\/\u00c4thiopien &#8211; Nairobi\/Kenia : Fotos<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Grenze bis Isiolo 520km Piste &#8211; Schotter jeder K\u00f6rnung, Steine jeder Gr\u00f6\u00dfe, Sand jeder Farbe, Spurrillen, Waschbrettpiste, sengende Sonne. Gerade auf solchen Strecken gibt es wenig Versorgung und das Mitf\u00fchren von Wasser- und Essenvorr\u00e4ten belastet zus\u00e4tzlich. Wir wussten, was uns erwartet. Trotzdem ist es harte Arbeit. Vermutlich die letzte Herausforderung bis zum Ende [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tour-en-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/376"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tour-en-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tour-en-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tour-en-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tour-en-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=376"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/tour-en-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/376\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tour-en-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=376"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tour-en-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=376"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tour-en-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=376"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}