{"id":343,"date":"2007-03-19T21:16:47","date_gmt":"2007-03-19T19:16:47","guid":{"rendered":"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=343"},"modified":"2009-01-17T19:49:11","modified_gmt":"2009-01-17T17:49:11","slug":"khartumsudan-gonderaethiopien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tour-en-blog.de\/?p=343","title":{"rendered":"Khartum\/Sudan &#8211; Gonder\/\u00c4thiopien"},"content":{"rendered":"<p>Waren wir bisher begeistert, dass wir in jedem Land Internet-Zugang finden konnten, ist das Netz in \u00c4thiopien so langsam, dass man es praktisch kaum nutzen kann. So lie\u00dfen neue blog-Eintr\u00e4ge etwas auf sich warten. Viel haben wir inzwischen wieder erlebt.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck ins wenig aufregende Khartum. Dort gibt es noch ein paar Dinge zu erledigen.<br \/>\nZum Beispiel m\u00fcssen wir uns im Land noch registrieren &#8211; weitere 36,50US$ B\u00fcrokratiekosten. Nach 100,-US$ f\u00fcr&#8217;s Visum und ca. 29,-US$ f\u00fcr das daf\u00fcr notwendige Empfehlungsschreiben der deutschen Botschaft, ist der Sudan in dieser Hinsicht das teuerste Land der bisherigen Reise.<br \/>\nGl\u00fccklicher Weise haben wir beim Gang zum Amt einheimische Hilfe. So bringen wir die Sache wenigstens ohne Verlust unserer Nerven und in \u00fcberschaubarer Zeit hinter uns. Der Helfer hei\u00dft Midhat, DER Radfahrer (und Tourist Guide) im Sudan. Etliche Sudanradreisende kennen ihn &#8211; wir hatten schon in Europa von ihm geh\u00f6rt &#8211; und er wei\u00df von jedem, der hier durchradelt. Insbesondere David konnte seine Hilfe gebrauchen, beim Versuch seine kollabierten Laufr\u00e4der zu reparieren mit im Sudan nicht erh\u00e4ltlichen Ersatzteilen. Immerhin hat das provisorisch reparierte Rad \u00fcber 900km, davon sehr viel Piste, gehalten.<br \/>\nNach 4 Tagen in Khartum radeln Maik und ich weiter. Hier trennen sich Davids und unser Weg nach fast 2800km und 33 Tagen. David wird Richtung Eritrea und Jemen radeln. Ich denke, wir waren ein gutes Team. Unsere (Reise)Wege werden sich sicherlich nochmals kreuzen.<\/p>\n<p>Nach Khartum wieder gute Stimmung entlang der Strecke. Noch knappe 600km bis \u00c4thiopien, die wir in 4 Tagen hinter uns bringen. Trotzdem wir auf der wichtigsten Stra\u00dfe des Landes fahren, h\u00e4lt sich der Verkehr in Grenzen. Die LKW weichen auch auff\u00e4llig gro\u00dfz\u00fcgig aus. Anstatt uns von der Stra\u00dfe zu dr\u00e4ngen, wird schon mal der Gegenverkehr auf den Schotterstreifen gezwungen.<br \/>\nIn der Stadt Al Kamlin werden wir mit einer kalten Limo versorgt und von der Stra\u00dfe weg eingeladen, bei Mittagstemperaturen um 40\u00b0C eine Pause im k\u00fchlen Haus zu verbringen, uns dort auf&#8217;s Bett zu legen und vor der Weiterfahrt noch ein stattliches, \u00e4u\u00dferst leckeres Essen einzunehmen.<\/p>\n<p>\u00c4thiopien. Nachdem wir uns lange exzessiv von Bohnen ern\u00e4hrt haben &#8211; Khartum brachte etwas Abwechslung in die Stra\u00dfenk\u00fcche &#8211; hei\u00dft es: neues Land, neues, mehrfach am Tag eingenommenes Gericht. Injera, ein gro\u00dfer Fladen aus dem Getreide Teff, auf dem je nach Art des Hauses eine So\u00dfe oder diverse verschiedene Gem\u00fcsebeilagen angerichtet werden. Nach unserem Empfinden nicht die energiehaltigste Nahrung. Als positive Auswirkung dessen, dass in der Vergangenheit die Italiener Kolonialisierungsversuche unternommen haben, bleibt ein Rest italienischer K\u00fcche. Es gibt alternativ Spagetti mit immer der gleichen So\u00dfe, immer kalt serviert, immer zu lange gekocht, wahlweise auf einem Injera-Fladen. Ein Italiener w\u00fcrde sich wohl angewidert abwenden. Daf\u00fcr ist der Kaffee erstklassig &#8211; keine St\u00e4rke der arabischen L\u00e4nder, was unseren Gaumen anbelangt.<\/p>\n<p>Ab der Grenze erwartet uns erneut unasphaltierte Strecke, ca. 190km. Dazu geht es in die Berge, hohe Berge. Auf \u00fcber 2000m hochfahren, oft steil hoch, auf grobem Schotter, vielleicht versuchen, am Hinterrad h\u00e4ngende Kinder durch Temposteigerung abzusch\u00fctteln und dabei die Luft anzuhalten, weil man von einem Bus in Staub geh\u00fcllt wird, ist keine leichte Kombination. Am 4. Tag in \u00c4thiopien erreichen wir wieder asphaltierte Stra\u00dfe und sind sehr froh dar\u00fcber. Ein Genuss, wenn auf glattem Untergrund das Rad leicht dahinrollt.<br \/>\nEin kleiner Umweg bringt uns nach Gonder, wo wir uns im Hotel einquartieren, um uns von einigen Kilo Staub zu befreien.<\/p>\n<p>Tom<\/p>\n<p class=\"Anhang\">\nFotos zu diesem Artikel: <a href=\"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=326\" title=\"Khartum\/Sudan - Gonder\/\u00c4thiopien : Fotos\">Khartum\/Sudan &#8211; Gonder\/\u00c4thiopien : Fotos<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Waren wir bisher begeistert, dass wir in jedem Land Internet-Zugang finden konnten, ist das Netz in \u00c4thiopien so langsam, dass man es praktisch kaum nutzen kann. So lie\u00dfen neue blog-Eintr\u00e4ge etwas auf sich warten. Viel haben wir inzwischen wieder erlebt. Zur\u00fcck ins wenig aufregende Khartum. Dort gibt es noch ein paar Dinge zu erledigen. 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