{"id":593,"date":"2007-08-19T07:27:20","date_gmt":"2007-08-19T05:27:20","guid":{"rendered":"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=593"},"modified":"2009-01-17T19:06:49","modified_gmt":"2009-01-17T17:06:49","slug":"trekking-in-nepal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=593","title":{"rendered":"Trekking in Nepal"},"content":{"rendered":"<p>Gerade recht zur Rucksackwanderung knallt mir bei der Ausfahrt aus Kathmandu ein Bus an die Seite. Ich komme nicht zu Fall, alle Ausr\u00fcstung ist unbesch\u00e4digt, ich schlage mir jedoch die Schulter an, was mich hoffentlich nicht beim Rucksacktragen behindern wird.<!--more--><\/p>\n<p>Auf der Hauptstra\u00dfe Richtung Tibet ein seltenes Treffen eines Reiseradlers. Ferran aus Andorra ist kurz vor dem Ziel seiner langen Tour von Andorra \u00fcber Kashgar und Lhasa nach Kathmandu.<\/p>\n<p>Ich radle bis kurz vor die nepalesich-tibetische Grenze und biege dann auf eine Seitenstra\u00dfe ab, die ich bis zum Ende fahre &#8211; Jiri, Ausgangspunkt f\u00fcr meine Wanderung. Das Rad bleibt dort in einem Hotel zur\u00fcck. Viele H\u00f6henmeter sind bis hierher zu bew\u00e4ltigen. Zudem ist die Strecke l\u00e4nger, als auf der Karte angegeben.<\/p>\n<p>Das anspruchsvolle Profil setzt sich auf der Strecke Jiri-Lukla fort. Bis \u00fcber 2000 H\u00f6henmeter gilt es t\u00e4glich rauf und wieder runter zu marschieren. Am Ende der 24-t\u00e4gigen Wanderung haben sich \u00fcber 25000m summiert. Die Wege sind teils sehr steil und unwegsam. Der t\u00e4gliche Regen, es ist Monsunzeit, l\u00e4sst mich teils auf Wegen wandern, die B\u00e4che sind. Die Blutegel freut&#8217;s.<\/p>\n<p>Nach 5 Tagen erreiche ich Lukla. Das Dorf kann mit einer kurzen, spektakul\u00e4ren Start- und Landebahn aufwarten. Das tiefer gelegene Ende befindet sich am Abgrund. Das h\u00f6here Ende direkt im Dorfzentrum.<br \/>\nDas Gebiet s\u00fcdlich des Mt. Everest ist ein wichtiges Tourismusgebiet. Die meisten Besucher fliegen zwischen Kathmandu und Lukla. Wenige wandern eine knappe Woche von Jiri nach Lukla, schon garnicht 2 mal, wie ich, der ich ja nach Jiri zur\u00fcck muss, weil mein Rad dort parkt. Dieser Abschnitt ist aber lohnend, da er weniger touristisch ist.<br \/>\nEs ist absolute Nebensaison, denn es ist Monsun. Viele Einrichtungen und H\u00fctten sind geschlossen. Man wandert meist f\u00fcr sich. Unvorstellbar die Berichte aus der Hochsaison. Auf den schmalen Pfaden wird es dann eng, in den H\u00fctten schlafen die Menschen im Speisesaal auf der Erde, jetzt bin ich oft der einzige Gast. In den letzten Jahren waren im hiesigen Sagarmatha Nationalpark im Juli nie mehr als ca. 200 Besucher unterwegs, zur Hochsaison waren es bis \u00fcber 7500.<br \/>\nDas Schlechte ist, das hier nicht grundlos Stille herrscht. Durch den Monsun ist fast st\u00e4ndig dichte Wolkensuppe. Ich besuche Orte, von wo aus man im Fr\u00fchjahr und Herbst unglaubliche Ausblicke hat auf die h\u00f6chsten Berge der Welt und riesige Fels- und Eisw\u00e4nde. Nichts zu sehen &#8211; ein Jammer. Dennoch ist es sch\u00f6n, einen Eindruck von dieser Region und den hier lebenden Sherpa und Rai zu bekommen. Die Zeichen ihrer Religion sind \u00fcberall pr\u00e4sent &#8211; Stupas, Mani-Steine, Mani-W\u00e4nde, Gebetsm\u00fchlen, Gebetsfahnen.<br \/>\nDazu war ich sehr gespannt, wie ich auf gr\u00f6\u00dfere H\u00f6he reagiere. Absolut keine Probleme. Keinerlei Symptome der H\u00f6henkrankheit und auch meine Leistungsf\u00e4higkeit stimmt mich sehr zuversichtlich f\u00fcr den n\u00e4chsten Radabschnitt in Tibet, wo es \u00fcber 5000m hinausgeht.<br \/>\nEinige 5000er kann ich erklimmen. Der H\u00f6hepunkt ist der Chhukhung Tse &#8211; 5833m &#8211; meines Wissens das H\u00f6chste, was hier ohne teures permit und Eis- und Felsausr\u00fcstung geht. In Indien auf Meeresh\u00f6he gestartet, habe ich jeden H\u00f6henmeter bis hierher aus eigener Kraft zur\u00fcckgelegt &#8211; &#8222;by fair means&#8220;, wie wir Bergsteiger ;) sagen. Ich zelte eine Nacht im Basislager des Mt. Everest auf dem Khumbu Gletscher, in der ich ordentlich einschneie. Das Knacken des Eises unter meinem Zelt infolge der Temperaturschwankung beruhigt auch nicht gerade. Den Gipfel des 2nd Kala Patthar &#8211; 5595m &#8211; besteige ich an 2 Tagen hintereinander in der Hoffnung, dass die Wolken etwas aufrei\u00dfen. Dann bietet er den besten Ausblick auf den Mt. Everest. F\u00fcr einen kurzen Moment kann ich den Everest sehen.<\/p>\n<p>Zu allen Orten hier oben f\u00fchren ausschlie\u00dflich Fu\u00dfwege. Die komplette Versorgung \u00fcbernehmen Tr\u00e4ger. In unwegsamen Gel\u00e4nde schleppen sie tagelang riesige Lasten. Sehr beeindruckend. Alles wird von ihnen transportiert &#8211; ein Berg Fleisch, 20 Plastik-Stapelst\u00fchle, lebende H\u00fchner, Stahlkonstruktionen, riesige Rollen, Rohre, &#8230; . Das Ganze barfuss, in Badelatschen oder einfachen Stoffturnschuhen f\u00fcr einen Lohn von ca. 41Cent pro Tag und kg. Badelatschen sind hier durchaus obligatorische Trekkingbekleidung. Ebenfalls obligatorisch ein Regenschirm statt Regenbekleidung. Auch Frauen und Kinder arbeiten als Porter, wobei es Projekte gegen diese Art Kinderarbeit gibt.<\/p>\n<p>Entgegen erster Pl\u00e4ne kehre ich zur\u00fcck nach Kathmandu. Von Jiri nach Kathmandu nehme ich den Bus. Die Strecke 2 mal zu radeln erscheint mir nicht notwendig.<\/p>\n<p>Tom<\/p>\n<p class=\"Anhang\">\nFotos zu diesem Artikel: <a href=\"http:\/\/tour-en-blog.de\/?p=588\" title=\"Trekking in Nepal : Fotos\">Trekking in Nepal : Fotos<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade recht zur Rucksackwanderung knallt mir bei der Ausfahrt aus Kathmandu ein Bus an die Seite. 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